…also aus der echten Pampa. Die gibt dem Sprichwort „mitten in der Pampa“ eine völlig neue Tragweite.
Nachdem ich vor ca. 1000km die chilenische Strasse Caretera austral verlassen habe um über den Pass „Paso Robalio“ wieder nach Argentinien überzutreten änderte sich die Umgebung schlagartig. Aus wunderschönen Wasserfällen, Seen, Flüssen und Gletschern wurde plötzlich eine unglaublich weite Wüste. Nichts außer große Steine und Grasbüschel so weit das Auge reicht. Die Straße wurde extrem schlecht und so fuhr ich bei unglaublich starkem Seitenwind 320km auf eine Ort zu der auf meiner Straßenkarte als Stadt verzeichnet war. Ohne unterwegs ein einziges Mal Gegenverkehr oder sonst einem Menschen gesehen zu haben erreichte ich die Stadt „Bajo Caracoles“ , welche sich aber als ein kleines Nest mit 5 Einwohnern entpuppte. Diese fünf saßen alle in der Tankstelle tranken Bier, würfelten und waren alle samt extrem komische Vögel… die ganze Szenerie hatte etwas von einem schlechten Horrorfilm…
und so verbrachte ich aber doch eine Nacht im Zelt auf einem Schrottplatz der als Campingplatz ausgeschildert war.
Entnervt, ohne Geld und essen essen ging die Reise am nächsten morgen weiter. Ohne Geld unterwegs war ich, weil es natürlich nirgendwo eine Wechselstube oder einen Bankomat gab… die letzen paar Pesos musste ich für einen Schluck Benzin zusammen kratzen.
Also in die nächste Stadt. Nach 220km Fahrt, die ausschließlich gerade aus ging erreichte ich „Gobernador Gregores“ endlich wieder Menschen dachte ich. Aber nach längere suche musste ich auch dort feststellen, dass die Bank dort kein Geld an Ausländer auszahlt. Wenigstens bei der Tanke konnte ich mit Karte zahlen und ab dann wollte ich nur noch schnellstens aus dieser grausamen Einöde entfliehen. Die nächste wirkliche Stadt El Calafate lag „nur“ 360km entfernt, größtenteils über unasphaltierte Wege und natürlich wieder bei extremen Wind. So wurden es an diesem Tag knapp 600km und ich war noch nie so glücklich ein richtiges Bett in Aussicht zu haben.
Das Geld sparen hab ich in dem Moment auch mal eben überworfen und mir am Abend noch ein herrliches argentinisches Steak gegönnt und dazu einen herrlichen Rotwein.
Soviel zu zwei, drei anstrengenden Tagen meiner Reise.
Sonst ist natürlich wie immer alles wunderbar. In den letzen paar Tagen haben ich unglaublich viele Tiere gesehen von denen ich nicht einmal wusste das sie hier leben… unter anderem Kolibris, Skorpione, Schakale, Nandus, Kondore und und und…
Abschließend bleibt also wie immer zu sagen – es geht mir wahnsinnig gut!
Liebe Grüße aus El Calafete und bis bald 🙂
David.














