Und es hat sich bewahrheitet! Ich kann dieses Mal aus Brasilien schreiben… Nachdem ich die heftigen Regenfälle in Bolivien hinter mir gelassen habe kam ich vor ein paar Tagen an die Bolivianisch- Brasilianische Grenze. Ich hab mich schon oft über Grenzübertritte beschwert… aber dieses Mal war es wirklich heftig und zermürbend… Das ausreisen aus Bolivien war noch einfach. Jedoch hatte ich wieder mal Glück. Ich kam um kurz vor 18.00 Uhr an die Grenze. Was ich nicht wusste ist das nach 18.00 niemand mehr ausreist aus Bolivien. Glück hatte ich, weil der Bolivianischer Zöllner sich nach kurzem Grummeln und Räuspern doch noch entschied meine Papiere zu stempeln…
Voller Tatendrang ging es dann auf die brasilianische Seite des Zolls zu, wo ich auf einmal irgendwelche Dokumente beschaffen sollte die es gar nicht gibt, beziehungsweise ich nicht brauche.
Das war den Zöllnern aber egal, und so wartete und wartete ich auf eine Person die mir scheinbar helfen kann diese Dokumente zu besorgen. Das ganze zog sich dann drei Stunden hin…
Die Person die dann aber tatsächlich kam hatte wie durch ein Wunder einen Koffer dabei mit lauter blanko Zetteln die er mir für den Preis von 200 Bolivianos verkaufen wollte…
Das Papier an sich war nichts anderes als ein Blatt auf dem ich meine Fahrzeugdaten ein zweites Mal eintragen musste…
Naja. Nach langer Diskussion einigten wir uns also auf den Preis von 30 Bolivianos und fünf Stunden nach Beginn der Prozedur war ich endlich in Brasilien!
Eine Nacht später, am nächsten morgen wurde mir beim aufschlagen der Landkarte erst einmal bewusst wie riesengross dieses Land ist… ich bin schon fast erschrocken das mein Ziel der Reise durch Brasilien, Boa Esperança, fast ganz an der Ostküste liegt. Und so wurden aus meinen sonst eher kurzen Tagesetappen riesige Touren. An einem Tag waren es mehr als 900Km und mein hintern und rücken müssten gleich auseinander bröseln, so kam es mir jedenfalls vor.
Nun habe ich es aber doch geschafft… 15’000km bin ich nun durch Südamerika gefahren um meine Verwandtschaft in Boa Esperança zu erreichen. Fast schon freue ich mich, meine 450 Rally jetzt erst mal ein paar Wochen stehen zu lassen, einige Tage nur unter dem Avocadobaum in der Hängematte zu liegen, die Gesellschaft meiner unglaublich liebenswerten Verwandtschaft zu genießen und dann später nur mit dem Rucksack weiter zu reisen.
…bald kommt nämlich mein alter Freund Petit und wir werden hoffentlich eine bessere Reise als damals in Vietnam genießen (…) 😄
Petit sollte dann auch jede Menge Verschleißteile für mein Motorrad dabei haben und wenn ich meinen Rucksack dann wieder gegen Helm tausche wird erstmal geschraubt bevor die Fahrerei wieder weiter geht…
Auf jeden Fall bin ich guter Dinge!
So sende ich euch auf diesem Weg entspannte Grüße und bis bald!
David 🙂









Ein Gedanke zu “Und endlich… BRASILIEN”