Eine Reise durch pure Schönheit bis an meine und die Grenzen der Technik.
Nachdem wir Weihnachten in Santiago verbracht haben, ging es mit dem frisch gewarteten Defender schließlich weiter in Richtung Norden und somit mit jedem gefahrenen Meter etwas weiter in die Höhe. Der Abschied in Santiago fiel uns dieses mal schwer. Die Herzlichkeit unserer Freunde die uns einmal mehr Santiago gezeigt haben, uns mit offenen Armen in ihrem zu Hause empfangen haben und uns bei allen unseren Anliegen ohne Nachfrage halfen, bleibt in schöner Erinnerung. Danke Ari-Dan und Coni, ebenso deiner Familie und danke an Talo für deine Hilfe beim Service an unserem Defender!
Am ersten Weihnachtsfeiertag nutzen wir die Ruhe, um aus der Hauptstadt Santiago zu fahren. Die Straßen sind im Vergleich zu unserer Ankunft wie leergefegt. Wir nehmen eine Nebenstraße in Richtung Illapel. Ebenfalls eine Route die ich 2017 schon mal mit dem Motorrad genommen habe. Es ist verblüffend wie sich die Region gewandelt hat. Dort wo früher noch raue Schotterstraßen waren, gibt es jetzt Asphalt und Ampeln. Dennoch, die Gegend ist abgelegen und wir sind quasi alleine. Wir genießen den Vollmond und planen unsere Route durch die Puna.

Als erster „richtiger“ Andenpass, der über 4000 Höhenmeter steigt, nehmen wir den „Paso Agua Negra“. Ein erster Vorgeschmack, auf dass, was uns in den kommenden Wochen erwarten wird. Verblüffende Farbenspiele, Wasserläufe und eine Tierwelt die sich perfekt an die rauen Verhältnisse in den Bergen angepasst hat. Wir rasten, zwecks der Höhenkrankheit, eine Nacht auf ca. 3700 Metern. Es ist unglaublich wie sehr mein Körper auf den Wechsel reagiert. Mir fehlt Kraft, nach ein paar Schritten muss ich innehalten und Durchatmen. Die Konzentration ist sonst wo, aber sicher nicht wo ich sie brauche. Auch schlafen ist schwierig in der Höhe. Alles Dinge die ich nicht mehr so extrem in Erinnerung hatte. Belohnt werden wir jedoch durch die Unglaublichen Landschaften die sich neben uns ausbreiten.



Die Passhöhe erreichen wir schließlich auf 4780 metern. Unser Defender hat sichtlich Mühe. Die dünne Luft hier oben macht ihm zu schaffen und wir kämpfen uns im ersten und zweiten Gang über den Berg. Auf der anderen Seite kommen wir im Argentinischen Rodeo an. Von dort aus wollten wir die Haupstrasse eigentlich durch die Nebenstraßen und Wege durch die Andentäler umfahren. Mit diesem Plan fielen wir leider ordentlich auf die Nase. Auf dem Weg zum Parque Nacional San Guillermo überqueren wir über 150 Kilometer immer raueres Gelände, durchqueren teils tiefe Flüsse kämpfen uns mit Untersetzung und Differentialsperre teils Steile Hänge hinauf. Lediglich um dann bei der Ankunft im Park festzustellen, dass die Zufahrt und somit auch die Durchfahrt durch den Park mit einer dicken Eisenkette zwischen den beiden Felswänden versperrt ist. Keine Chance diese zu umfahren. Es blieb uns also nichts übrig als wieder umzukehren und den ganzen Weg zurück zu kriechen. Ganz für die Katz war es schlussendlich natürlich trotzdem nicht. Die Gegend war wunderschön und wir genießen das kühle Wasser im Fluss. Einen kleinen Vorgeschmack auf die Abgelegenheit der Gegend bekommen wir auch – den Ganzen Tag sehen wir keinen Menschen.




Den ganzen Weg wieder zurückgefahren, schlafen wir eine weitere Nacht am gleichen Ausgangspunkt, um Tags darauf den Weg auf dem Asphalt einzuschlagen. Wir wollen in die Argentinische Minenstadt Chilecito. Diese ist bekannt wegen einer riesengroßen Seilbahnanlage die sich über 35 Kilometer erstreckt. Die Technik ist verblüffend und die Stadt sprüht nur so vor Geschichte, leider längst vergangener Zeit der Mineure die dem Ort einst zu Reichtum verholfen haben. Die enorme Seilbahn steht noch Heute, quasi unberührt als Denkmal. Bergbau wird leider nicht mehr betrieben. In der gleichen Stadt finden wir einen wunderschön gelegenen Campingplatz und verbringen hier auch in aller Ruhe unsere Silvesternacht an einem erfrischenden Pool mit feinem Argentinischem „Parrilla“.



Entspannt und ausgeruht geht es schließlich weiter in Richtung Norden. In der Stadt Fiambala sollte das Eigentliche off-road Abenteuer in der Puna erst beginnen.
Von Freunden bekamen wir einen GPS-Track der uns durch die Anden führen soll. Eine etwa 800 Kilometer lange Strecke durch größtenteils unbewohnte Gegenden führt. Grundsätzlich wollten wir eigentlich jemanden finden, der diese Track mit uns gemeinsam macht. Man möchte ungern auf sich alleine gestellt sein, sollte irgendetwas passieren.
Die Suche blieb jedoch leider Erfolglos. Etwas nachdenklich gestimmt, machten wir uns dann trotzdem alleine auf den Weg. Man überlegt genau was man braucht unterwegs. So füllen wir unseren Wassertank bis zum Rand, erledigen alle Einkäufe und ich checke die Technik vor der Abfahrt nochmals auf Herz und Nieren. Kaum aus der Stadt hinaus biegen wir auf einen kleinen Pfad, den man sofort übersehen würde, wüsste man nicht, dank GPS-Track, wo dieser liegt. Diesem Pfad folgen wir den ganzen Tag über 100 Kilometer, fahren durch wunderschöne Schluchten und durchqueren mit unserem Auto immer wieder, teils tiefe, Flüsse. Wir sehen den ganzen Tag keinen einzigen Menschen und bekommen wieder einmal eine Vorahnung von der Abgelegenheit der Gegend.



Abends kommen wir an einem kleinen Abgelegen Ort „Las Papas“ vorbei. Dort leben fernab von Strom, Fernsehen und Handy-Netz ein Paar Bauern und Schäfer. Ein seltsames Leben muss das hier draußen sein, so weit weg von jeglichem Anschluss an unsere „normale“ Welt. Anderseits, bestimmt auch entspannend, wenn man nicht den ganzen Tag mit schlechten Nachrichten aus der ganzen Welt bombardiert wird und sich um die wesentlichen Dinge kümmern kann. Ich komme zum Schluss, dass das Leben der Bewohner dieses Ortes wohl so unvorstellbar ist für mich, wie meines für sie.
Eine wirklich seltsame und auch etwas angsteinflössende Begegnung machten wir kurz hinter dem Örtchen Las Papas. Auf der steilen Bergstraße sehen wir in etwas Entfernung doch tatsächlich einen Menschen. Als wir näher kommen sehen wir gleich, dass das kein Einheimischer ist. Wie immer, halten wir an und Fragen nach, wie es geht. Ich sehe sofort, dass etwas nicht stimmt. Ein völlig Sonnenverbrannter Typ mit Rucksack und steinernem Blick. Ich begrüße ihm mit „Hola“ und er antwortet: Servus. Ein Deutscher Fahrradfahrer, der auf dem Weg ein Unfall erlitten hatte und nun zu Fuß unterwegs war, weil sein Fahrrad nicht mehr fahrbar war. Ich frage ihn, ob er irgendetwas brauche, doch er schüttelt den Kopf. Er meinte er sei die letzten drei Tage zu Fuß unterwegs gewesen und wir seien die ersten die er seither gesehen habe. Ich kann kaum glauben was er sagt. Ich biete drei, vier mal meine Hilfe an, doch er weigert sich und meint eisern, die Leute im Ort (Las Papas) werden ihm schon helfen. Ich erkläre ihm, dass es in die nächste grosse Stadt einen ganzen Tag mit dem Auto geht, doch es scheint ihm egal. Er merkt, dass ich Ihn eigentlich nicht wirklich weiterlaufen lassen möchte und geht dann schnell weiter ohne sich wirklich zu verabschieden. Ihm Nachhinein Frage ich mich, ob dieser Kerl schon wirr war um meine Hilfe abzulehnen. Vielleicht hätte ich mich noch mehr aufzwingen müssen… Naja – verhungert oder verdurstet ist er in Las Papas bestimmt nicht. Jedoch denke ich oft an diesen Kerl und hoffe er kam mit seinem Problem weiter.
Kurz darauf wollten wir an den Termas los Hornos unser Nachtlager aufschlagen. Und das erste mal auf unsere Route bekam ich es mit der Angst zu tun. Einen moment passte ich bei einer Steigung nicht genau auf den Weg auf und grub unseren, wegen der vollen Beladung viel zu schweren, Defender in einer weichen Sandgrube ein. Der Wagen lehnte sich schnell auf die linke Seite und stand quer im Hang. Kein vorwärts kein rückwärts. Jetzt nur nicht die Nerven verlieren… mit zittrigen Händen schicke ich Ju sofort aus dem Auto. Um das Auto nicht weiter zu neigen, unterlasse ich Versuche uns herauszufahren und bringe unsere Seilwinde an einem Felsen an und versuche uns wieder gerade zu ziehen. Erfolglos – der erste Felsen, den ich für massiv genug gehalten habe löste sich mit einem Krachen aus der Wand und rollte die Felswand hinunter.


So einiges ging mir durch den Kopf. Ich Idiot, dachte ich. Warum machten wir uns alleine auf den Weg? Warum war der komische Fahrradfahrer nicht Zeichen genug nochmal zu überdenken was wir hier gerade machen?
Beim zweiten Versuch gelang es mir trotz Zittern am ganzen Körper mit einem noch größeren Fels und Seilwinde den Wagen wieder gerade zu ziehen. Am Seil ließ ich den Defender langsam, rückwärts den Hang hinunter und konnte den Wagen dann endlich auf einem Vorsprung wieder kehren. Die Termas los Hornos strichen wir also von der Tour und fuhren zittrig an das nächste Highlight entlang der Route. An der Laguna Aguada Alumbrera angekommen, setzte ich mich eine Weile um mich wieder zu beruhigen. Die Situation gefiel mir überhaupt nicht und verdeutlichte nochmal in aller Härte wie alleine und auf sich gestellt man ist hier draußen. Nach einer Dusche im freien mit kalten Wasser und nach einem Abendessen unter dem Sternenzelt berieten wir uns und entschieden dennoch weiterzufahren, denn zurück und dann nochmal die gleiche Strecke und die gleichen gefährlichen Passagen nochmal zu machen, das wollten wir auch nicht. Wir studierten die Karte und hofften, dass der Weg sich bessern würde.


Ich schlief schlecht in dieser Nacht. Mein Herz klopfte gefühlt die ganze Zeit. Der Morgen begrüßte uns jedoch mit einem herrlichem Sonnenaufgang und die Landschaft war schlicht unglaublich. Nach dem Frühstück machten wir uns also auf und waren froh, dass der Weg sich tatsächlich besserte. Kurz zumindest.




Die Steilen Hänge ließen wir auf einer Hochebene hinter uns. Eine Gefahr weniger dachte ich mir. Was nun aber kam war der nächste „Schreck“. Der Pfad verlief sich teilweise wortwörtlich im Sand. Aufgrund der Höhe fehlte dem Auto viel Power, um für genügend Vortrieb zu sorgen. Also blieb mir nur die Möglichkeit immer möglichst viel Speed beizubehalten, um ein einsinken in den Sand zu verhindern. Wir hielten nur an, wenn der Untergrund es zuließ. Wenn der Pfad nicht mehr zu erkennen war, ließen wir unsere Drohne aufsteigen um zu sehen wo es wirklich lang geht. Denn eingraben wollte ich uns hier keineswegs. Denn zum ausschaufeln bei über 4500 Metern höhe fehlt einem schlichtweg die Kraft – und einen Stein oder Baum um die Seilwinde zu befestigen, gibt es nicht. Wieder war es da – das flaue Gefühl im Magen.
Wir beruhigten uns wieder, als wir zum Glück ohne Probleme, am nächsten Highlight ankamen. Das „Campo de Piedra Pomez“ ist ein Naturschutzgebiet, welches durch unglaubliche Bimsstein Formationen bekannt ist. Ein wunderbarer Ort für Fotos und Spaziergänge durch die bizarren Felsformationen. UND… wir sahen das erste mal seit zwei Tagen wieder Menschen und andere Autos. Die einheimischen Tourguides, die Touristen von Antofagasta de la Sierra zu den Piedra Pomez führten, glaubten uns nicht woher wir kamen und meinten der Weg wäre ja gar nicht passierbar. So viel zum Zustand der Wege…



Verblüfft kommen wir nach dem Besuch der Piedra Pomez wieder auf ein Stück Asphalt und genossen wahrhaft das Fahren auf dieser ebenen Strasse.
In Antofagasta de la Sierra angekommen, kehrten wir in ein kleines Familienrestaurant ein. Wir berieten uns, nun die Tour an dieser Stelle abzubrechen und nun auf dem Asphalt weiterzufahren, um keine weiteren Risiken einzugehen. Jedoch kamen wir mit einem einheimischen ins Gespräch, der uns erklärte, dass unsere geplante Route ab jetzt deutlich einfacher und besser werde. Wir stimmten uns um und folgten dem Track weiter – zum Glück! Den tatsächlich, der Weg wurde besser und wir sahen tatsächlich hin und wieder andere Autos und Reisende. So ging es weiter an den ersten grossen Salar unsere Reise. Den Salar de Antofalla.
Dieser begrüßte und mit viel Wind und großartigen Aussichten. Wir besuchten eine Therme an der ein einziger Schäfer wohnt. Dieser freute sich wahnsinnig über unseren Besuch. Die Einsamkeit ist ihm anzumerken, er spricht mit sich selbst und seinem Hund und führt uns gleichzeitig zu der kleinen Therme die auf seinem Grund liegt. Wir baden unsere Füße und genießen die wahnsinnigen Ausblicke. Zum Abschied schenken wir dem Hirten etwas unserer Kleidung die wir nicht mehr benötigen sowie etwas frisches Obst aus der Stadt. Er ist ausser sich vor Freude und umarmt uns innig als wir weiterreisen. Für mich sind es diese Begegnungen die solch eine Reise besonders machen.



Ein weiters Nachtlager verbringen wir mitten im Nirgendwo bevor es am Nächsten Tag durch weitere Hochebenen geht. Mitten im Nirgendwo treffen wir einen Pick-Up Fahrer der uns verängstigt fragt, ob er in die richtige Richtung fahre – sein Navi sei ausgestiegen. Wir beruhigen ihn und zeigen im den Weg. Nach weiteren Stunden fahrt durchs nichts und verschiedenen Salzwüsten kommen wir an einem Bizarren Ort an. Neben dem Cono de Arita, einem beinahe Symmetrischen Fels mitten im Salar, liegt der Eingang zu einer Goldmiene. Diese müssen wir passieren um auf unserer Tour weiter zu gelangen. Wir rechnen mit mürrischen Bergarbeitern und sind verblüfft über einen derart freundlichen Empfang, hier mitten im Nichts. Wir werden freundlich begrüßt, uns wird mitten im nirgendwo eine Warme dusche, WCs und sogar eine Mahlzeit angeboten, die wir dankend annehmen. Verblüfft sind wir außerdem, dass wir nach Tagen ohne irgendein bisschen Handy-Netz oder sonstiger Infrastruktur uns ins schnelle WLAN der Bergleute einwählen dürfen und unsere Nachrichten der letzten Tage zu senden und zu empfangen. Perfekt auch um unsere weitere Tour zu planen und die strecke vorher, dieses mal genauer zu untersuchen.


Der nächste Wegpunkt unserer Route kam uns mehr oder weniger zufällig in den Sinn. Ich entdeckte ihn in meiner schlaflosen Nacht auf einer App die viele Overlander nutzen. Der Wegpunkt hieß „Don’t look it up – just go”. Den Kommentaren nach muss es ein magischer Ort sein, denn alle die ihn besucht haben waren fassungslos von dieser irren Umgebung.
So warteten wir also auf die Eskorte die uns durch die Goldmiene begleiten soll und waren gespannt auf was uns erwartet. Nach der Eskorte der drei Kilometer breite Passage durch die Mine, waren wir wieder auf uns alleine gestellt und durchquerten den ganzen Tag einen Salar. Das Ziel war die verlassene Stadt „Mina la Causalidad“. Eine unglaubliche Geschichte befasst sich mit diesem Ort. Einst eine Schwefelmine in der Chemikalien für die Argentinische Armee hergestellt wurden, liegt der Ort, der in den Siebziger Jahren bis zu 3000 Personen beherbergte, heute völlig brach. Keine Seele, nur leerstehende Gebäude. Ein Krankenhaus, eine Kirche, Spielplätze, die Raffinerie, ein riesiger Friedhof und unzählige weitere Gebäude, durch die man schlendern kann und so einiges entdeckt, was von jetzt auf nichts zurückgelassen wurde.
Die Luft lässt sich auch nun, fünfzig Jahre nach der Schließung, nur schwer atmen. Es stinkt nach Schwefel. Ich erinnere mich zu gut an den Geruch von meinen früheren „Hobbys“…
Verblüfft laufe ich durch die verlassene Raffinerie und entdecke allerhand alter Technik. Zum Teil Made in Germany. Alte Dampfmaschinen und Generatoren laden ein, entdeckt und untersucht zu werden. Für mich kaum vorstellbar, wie es hier einst ausgesehen haben muss als hier noch alle beschäftigt waren und die Seilbahn das Erz hier abgeworfen hat, dass in mehr als 5200 Metern Höhe abgebaut wurde.









In der örtlichen Kirche liegt ein altes Gästebuch, in dem wir unseren Eintrag hinterlassen bevor es an den bislang höchsten Punkt unserer Reise geht. Wir fahren entlang der ehemaligen Seilbahn, die damals das Schwefelerz in die Mina la Causalidad befördert hat, hoch in die „Mina Julia“. Und wie die Kommentare es in der App schon beschrieben haben. Wir sind völlig fassungslos und von den Socken. Wir konnten uns nicht vorstellen, dass so ein Ort irgendwo auf der Welt existiert. Es wirkt als wären wir nicht mehr auf dem Planet Erde. Berge, stechend gelb, erstrecken sich entlang dem Weg. Und als wir unseren Defender die letztem 500 Höhenmeter den Berg hinauf quälen brauchen wir wieder einmal die Untersetzung und Vollgas, damit wir unseren Wagen schließlich genau auf der Grenze zwischen Argentinien und Chile abstellen können. Auf 5230 Metern über Meer platzt uns trotzdem, dass wir unterdessen an die Höhe gewohnt sind, fast der Kopf. Das Atmen fällt schwer und nach jedem Schritt muss ich kurz innehalten um wieder kraft für die nächsten paar Schritte zu sammeln. Dennoch begutachten wir die verlassene Seilbahnstation und Installationen der brachen Mine.
Das Panorama, dass sich uns bietet lässt sich mit Worten nicht beschreiben. Leider aber auch schwer auf einem Bild festhalten. Stechendes gelb geht in das Himmelblau über, weit unter uns erstreckt sich ein Salar mit einer Lagune und rings herum die pastellfarbene Puna. Für mich ein absolutes Highlight unserer bisherigen Reise. Unbeschreiblich.









Völlig baff, von dem bisher erlebten ging es nun wieder an den „Abstieg“. Zumindest was die Höhe angeht. Außerdem spürten wir, dass uns nach der Zeit Off-Road langsam die Energie ausgeht. Das Fahren hier ist vor allem für mich sehr anstrengend und verlangt mir sowie aber auch dem Auto viel ab.
Zurück ging es über Tolar Grande durch unglaubliche Landschaften zurück nach Salta. Die erste Großstadt seit Wochen.



Angekommen in Salta tauschen wir unser Auto wieder einmal ein paar Nächte in einem AirBnB, um unsere Batterien aufzuladen und um uns um ein paar Kleinigkeiten am Auto zu kümmern, für die eine Werkstatt erforderlich sind.
Während die Eindrücke der letzten Tage noch immer auf uns wirken, planen wir die nächsten Tage in denen es in Richtung Bolivien gehen soll.
Geschrieben am 7. Januar in Salta, Argentinien.
David & Juliane
Super geschrieben. Wünsche euch noch alles gute. Kommt gut weiter und notiert eure Eindrücke. Es gibt viele die daraus lernen können und sich freuen und vielleicht auch mal ich wenn mein Defi fertig ist!
Markus
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